Inhaltsverzeichnis
Der Chartverlauf & technische Daten
Zur Jahrescheck wieder ein Langfristchart. Wenn man mal die Pandemiezeit ausblendet (2020 – 2021), so kann man feststelle, dass der Kurs sich laufenden positiv entwickelt hat. Natürlich sind deutliche Bewegungen erkennbar, die sich aber im Nachhinein eher als Kaufgelegenheit entpuppen. Wer allerdings zu Hype Zeiten einsteigt, kann auch Verluste einfahren. Wie immer, der Gewinn des Kaufmanns liegt im Einkauf.
Seit der letzten Analyse ist der Kurs wieder mal um 12,1% gestiegen. anhand des Beta von 0,74 bewegt sich der Kurs von CSWC aktuell etwas träger als der restliche Kapitalmarkt. Die Vola ist aber nicht von schlechten Eltern; ein Bandbreite von $19,26 bis $24,43 im 52 Wochen Bereich ist schon deftig. Auch wenn es zuerst seit Nov aufwärts ging, setzte der Beginn des Iran Kriegs auch CSWC unter Kursdruck, der aber im April einem deutlichen Anstieg wich. Der Grund war, dass CSWC am 16 April ein vorläufiges Ergebnis veröffentlichte, welches besser als die Analystenschätzungen ausfiel. Zudem war einer der Gründe der BDC´s Furcht ja darin begründet, dass die KI die Softwarebranche massiv beeinträchtigt. CSWC hat in diesem Bereich aber nur geringe Investments. Deshalb haben Investoren gerne zugegriffen.
Zu den technischen Daten
Die Dividendenrendite ist mit 11,6% immer noch sehr attraktiv. Wichtig ist hier aber auch da NAV/Aktie, welcher mit 16,69 realtiv konstant ist, aber mit einer Price/Book ratio von 1,39 nach dem Kursanstieg wieder sehr teuer. Aktuell also kein Schnäppchen.
Ansonsten ist mir aufgefallen, dass der Insider Anteil auf 2,81% gefallen ist. War auch schon mal deutlich höher. Auch die Institutionellen haben nur noch 28,3%, Vielleicht bringt die Analyse etwas mehr Hintergrund dazu.
Die Shortseller haben etwas zugelegt, aber immer noch im Rahmen. Somit ist lt. technischen Daten alles im erwartbaren Rahmen.
Im Vergleich der Peer Group auf 1 Jahresbasis zeigt sich deutlich die Kursresilienz von CSWC. Selbst Main Street Capital musste Federn lassen. Spoiler – bei MAIN und HTGC habe ich nachgekauft, da diese auch intern gemanaged sind und ich den KI Exitus der Branche noch nicht so richtig glaube.
Die KPI´s 2021 - 2026
Wenn man mal die KI so fragt „wie ist die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen eines BDC´s bzw. CSWC , so bekommt man folgendes Feedback :
CSWC — CAPITAL SOUTHWEST CORPORATION (NASDAQ)5-Jahres KPI Dashboard — FY2021 bis FY2026
| Kennzahl | FY2021 | FY2022 | FY2023 | FY2024 | FY2025 | FY2026 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| NAV / Share ($) | 16,01 | 16,86 | 16,43 | 16,78 | 16,70 | 16,69 |
| Pre-Tax NII / Share ($) | 1,79 | 1,90 | 2,51 | 2,89 | 2,24* | 2,39 |
| Gesamtdividende / Share ($) | 1,97 | 2,52 | 2,33 | 2,45 | 2,54 | 2,56 |
| Reguläre Dividende / Share ($) | 1,57 | 1,82 | 2,09 | 2,24 | 2,31 | 2,32 |
| NII Coverage (reguläre Div.) | 114% | 105% | 120% | 129% | 97%* | 103% |
| Debt / Equity (regulatorisch) | 1,16x | 1,03x | 0,88x | 0,82x | 1,07x | 1,07x |
| Non-Accrual (% Fair Value) | 2,0% | 1,6% | 0,3% | 1,8% | 1,7% | 1,1% |
| Yield on Debt Investments | ~9,5% | ~10,5% | ~13,2% | ~13,5% | ~12,0% | ~10,8% |
| Total Investment Portfolio ($Mrd) | 0,69 | 0,94 | 1,26 | 1,63 | 1,80 | 2,10 |
| 1st Lien Anteil (Credit Portfolio) | ~87% | 93% | 96% | 98% | 99% | 99% |
| UTI / Spillover ($/ Share) | — | — | ~0,50 | ~0,65 | 0,79 | 1,07 |
| Price / NAV | ~1,05x | ~1,55x | ~1,10x | ~1,35x | ~1,20x | 1,39x |
| Akt. Dividenden-Yield (TTM) | — | — | — | — | — | 11,0% |
* FY2025 NII beinhaltet einmalige Kosten von $0,05/Share durch CEO-Wechsel. Bereinigt: $2,29/Share, Coverage 99%. FY2026 = Geschäftsjahr endend März 2026 (TTM-Werte aus Quartalsberichten). Yield-Werte approximiert aus Quartalsberichten.
NAV zwischen $16,01 und $16,86 — bemerkenswert stabil
Trotz eines schwierigen Zinsumfelds, starkem Portfolio-Wachstum (+200%) und M&A-Aktivität blieb der NAV in einer engen Spanne. Das zeigt konservatives Underwriting und diszipliniertes Capital Management. Equity-ATM-Ausgaben über NAV (typisch 115–140% Prämie) trugen aktiv zur NAV-Stabilisierung bei.
Zinsanstieg 2022–2024 als NII-Katalysator
NII/Share wuchs von $1,79 (FY21) auf $2,89 (FY24) — +61% in 3 Jahren. Haupttreiber: SOFR-Anstieg von ~0% auf ~5,3%. Als Floating-Rate-Lender profitierte CSWC massiv. FY25/26 zeigt erste Normalisierung durch Zinssenkungen, bleibt aber solide.
Yield-Rückgang: 13,5% → 10,8% — Gegenwind 2026+
Der Portfolio-Yield fiel von 13,5% (FY24) auf 10,8% (FY26) durch Fed-Zinssenkungen. Jede −100bps SOFR-Senkung reduziert den NII um ~$0,10–0,15/Share. Kritisch für die Nachhaltigkeit der supplemental Dividende.
Reguläre Dividende +48% in 5 Jahren — stark gewachsen
Von $1,57 (FY21) auf $2,32 (FY26). Das UTI/Spillover von $1,07/Share ist ein komfortabler Puffer — selbst bei weiteren NII-Rückgängen ist die reguläre Dividende mehrere Quartale gesichert. Die supplemental Dividende ($0,06/Quartal) hängt von NII-Überschüssen ab.
Konservatives Leverage — 1,07x weit unter 2,0x Limit
Peak war 1,16x (FY21), aktuell 1,07x. 99% First Lien Senior Secured im Credit Portfolio ist die konservativste Positionierung im BDC-Universum. Intern verwaltet → keine externen Management Fees → strukturell niedrigere Kostenbasis als Peers.
Non-Accruals volatil: 0,3% bis 2,0% — im akzeptablen Bereich
FY23 war mit 0,3% exzellent; FY24/25 stiegen auf ~1,7–1,8% durch spezifische Middle-Market-Stress-Situationen. Aktuell 1,1% (FY26) — Verbesserungstrend. Für Middle-Market-BDCs ist alles unter 2% akzeptabel; unter 1% gilt als stark.
Und dann könnte man auch schon aufhören, denn eigentlich steht tatsächlich fast alles Wichtige in dieser Analyse. Allerdings sollte man das Unternehmen schon etwas besser kennen, daher mach ich mal wie gewohnt einen etwas tieferen Dive in die Daten; mal schauen, wo ich gleiche und wo andere Erkenntnisse gewinnen kann.
Die Highlights Q4 26
Was fällt auf?
– Keine massiven Änderung beim Investmentportfolio
– Noch immer werden massiv Aktien begeben; die Aktien konnten zu einem øPreis von $23,13 veräußert werden; Der Aufschlag mit 38% über dem NAV ist im Zeitvergleich noch akzeptabel.
– die neue Partnerschaft mit Trinty Capital ist interessant; bleibt CSWC die Kundschaft aus?
- Von 158 Mio neuer Zusagen wurden 111 Mio bereits ausbezahlt, damit bleibt ein Polster von 47Mio für die nächsten Quartale.
- Aufgrund der Tatsache, dass bei den Ausstiegen aus den EK Investitionen auch Nettogewinne verbleiben, zeigt eine relativ gutes Näschen. Allerdings muss man auch 5,485 Mio an realisierten Verlusten verkraften. Aber dazu mehr in der Analyse.
Bezogen auf das Gesamtjahr sticht sicher die Wachstumsrate von 17% beim InvestVolumen hervor. Damit ist man prozentuell schwächer, schaut man aber auf die dazugewonnenen Volumina, so hat CSWC 2026 mit + 321,1 Mio den höchsten absoluten Zuwachs zu verzeichnen.
Auch die restleichen Werte mit einem Plus von +14% beim Investment Income ist gut. Durch die laufende Verwässerung bleibt beim Bestandsaktionäre davon aber leider nicht alles picken; daher bei Dividenden „nur“ plus 1%.
Die Kapitalbeschaffung lt. financing CF funktionierte durch
➀ Begebung von eigenen Aktien (+ 157 Mio) zu øPreis von $21,65
➁ Emission von 350 Mio, bei Rückzahlung von 222 Mio (Netto +128 Mio) +
➂ Zusätzliche Kreditrahmen ( +2 Mio)
➃ SBA Ausnutzung (+ 47 Mio)
In Summe sind das + 428 Mio für weiteres Wachstum. Im Vorjahr waren es 346 Mio. Das Wachstumspotential ist auf der Refinanzierungsseite möglich, der Cash Bestand liegt noch bei rd. 29,4 Mio. (147 Mio wurde an Dividende ausgeschüttet)
Exkurs - Das neue Joint Venture mit Trinity
CSWC × TRIN — CAPITAL SOUTHWEST & TRINITY CAPITALJoint Venture — Strategische Analyse
Stärkere Position im Lower Middle Market
„First-out senior secured debt" bedeutet: Das JV wird im Insolvenzfall als erstes bezahlt — noch vor allen anderen Kreditgebern. CSWC kann damit Deals gewinnen, bei denen ein einzelner Lender allein keine vollständige Kapitalstruktur anbieten kann. Im Lower Middle Market (EBITDA $3–25 Mio.) ist die Konkurrenz intensiv — flexiblere Strukturen sind der entscheidende Differenzierungsfaktor.
Größeres Portfolio ohne Bilanzbelastung
Das JV nutzt eigenen Leverage über seine Kreditfazilität. CSWC setzt nur $50 Mio. ein, kontrolliert aber ein deutlich größeres Portfolio. Das schont das regulatorische Debt/Equity-Ratio von CSWC (aktuell 0,90x) und lässt mehr Spielraum innerhalb des regulatorischen Limits von 2,0x.
Mehr kleine Positionen, weniger Klumpenrisiko
CEO Michael Sarner betonte explizit: Das JV ermöglicht CSWC, „portfolio granularity" zu bewahren — also mehr kleinere Positionen zu halten, anstatt Kapital in einzelne Großinvestitionen zu binden. Das reduziert das Konzentrationsrisiko im Gesamtportfolio und erhöht die Diversifikation.
Zwei BDCs mit ergänzendem Know-how
CSWC bringt Lower-Middle-Market-Expertise und ein etabliertes Sponsor-Netzwerk (93% PE-backed). Trinity Capital bringt Zugang zu anderen Marktsegmenten und erweitert den gemeinsamen Deal-Flow. Trinity profitiert umgekehrt: Das JV erschließt Trinity einen Markt, in dem sie bisher weniger aktiv waren.
We expect this joint venture with Trinity Capital to enhance CSWC's ability to compete for and win high-quality lower middle market opportunities by providing more flexible capital solutions, all while maintaining portfolio granularity and expanding the range of platform companies we can pursue.
We believe this joint venture meaningfully enhances Trinity Capital's ability to diversify our portfolio into the lower middle market and further expands our managed funds business, all for the benefit of our shareholders.
Primärquelle: GlobeNewswire / PRNewswire, 16. März 2026 — Offizielle Pressemitteilung CSWC & TRIN: GlobeNewswire → | PRNewswire →
Sekundärquelle: StockTitan, 16. März 2026 — StockTitan →
Inhaltliche Interpretation (Kapitaleffizienz, Off-Balance-Sheet-Logik, komplementäre Stärken) basiert auf eigener Analyse dieser Quellen.
Zum Portfolio und Portfoliowachstum
Erläuterungen zum Wachstum einer BDC / Regulatorik – Der Investment Act 1940
☛ das Geschäftsfeld umfasst die Small und Middle-Market Businesses
☛ Die Leverage Ratio (FK/EK) darf maximal 1 betragen → max. 200% asset coverage (Ausnahme für SBICs)
☛ Max 25% der InvestSumme dürfen in Tochterfirmen oder Mehrheitsbeteiligungen investiert werden
☛ In kontrollierten Firmen dürfen nur 10% der Stimmrechte gehalten werden
☛ Keine Beteiligung darf größer als 5% der Assets sein (Diversifikation)
☛ Gewinne müssen zu über 90% an die Aktionäre ausgeschüttet werden
☛ Es dürfen keine Aktien unter dem NAV ohne Zustimmung der Aktionäre veräußert werden
☛ die Investments sind nach den „Fair Value Prinzip“ zu bewerten und zu berichten
☛ Berichtspflicht eines börsennotierten Unternehmens an die SEC
☛ Es muss eine Mehrzahl von unabhängigen /independent Direktoren im Board sein
☛ Es müssen genügend ausgebildete Mitarbeiter angestellt sein (internally managed structures)
„Fair Value“ – ist jener Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts erzielt oder für die Übertragung einer Verbindlichkeit gezahlt würde. (Marktpreis)
Das aktuelle Portfolio
Das Wachstum hält bei CSWC unvermindert an. In % sind es zwar „nur“ +17%, an Volumina sind es aber starke 312,1 Mio!
Die New Investments 2026 beliefen sich auf 690,5 Mio und erreichten damit einen Höchstwert. Aber auch die Rückzahlungen sind mit 312,9 Mio ein Reslutat eines mittlerweile hohen ø Investitionsberg von 1,94 Mrd. Damit wurde rd. 16% der Bestandsinvestitionen zurückgezahlt. CSWC ist somit zu massivem Wachstum verdammt, wenn man nicht beim Investitionsvolumen schrumpfen will
Bei den Renditen geht es etwas zurück, da auch die FED die Zinssätze reduziert hat. Mit 10,8% im Ausleihungsbereich kann man aber noch zufrieden sein.
Betrachtet man die Quartale, so fällt auf, dass in Q1 26 eine kleine Schrumpfung stattfane und erst ab Q2 dann das Wachstum wieder startete. Das scheint aber ein Muster zu sein, da auch 2025 die gleiche Entwicklung stattfand.
Jedenfalls kann man unter diesem Gesichtspunkt das JV mit TRINI besser einsortieren, da Wachstum sehr gefragt ist, wenn, wenn jährlich 15% wegbrechen. Achtung – nachdem die Laufzeiten meist bei 5 J liegen, wären eigentlich sogar 20% ein logischer Abbau.
In der Statistik sieht man
1 – Die ø Größe ist seit 2022 ist von 12,2 auf 16,9 Mio pro DebtInvestment angewachsen; das ist im BDC Vergleich immer noch ein kleiner Wert;
2 – Der Fair Value (Marktwert) liegt nur 4% unter dem Nominalwert (par); damit geringe unrealisierte Verluste
3 – Zahlungsunfähige Kredite belaufen sich nach 2,7% wieder auf 1,1 %; hat sich verbessert.
4 – Die Finanzierung erfolgt in typischer 90% FK / 10% EK Form. Damit sichert sich die BDC einen potentiellen Equity Kicker..
5 – Die Mieterträge passen sich an die Inflationsrate an; mit den fallenden Zinsen fallen auch die øVerzinsungen. Aktuell sind sie bei 10,88% angelangt.
6 – Die Risikoklassifizierung ergibt einen Hinweis, wie erfolgreich das Engagement gearbeitet hat. 1,95 ist ein guter Wert.Aktuell sind 87,7% bei 1 oder 2 eingestuft, letztes Jahr waren es 89,5%. Somit sind die Veränderungen eher homöopatischer Natur
Zur Qualität des Portfolios
Die nachfolgende Slides zeigen sowohl den Branchenmix als auch die Sicherheitensituation. Der Branchenmix entwickelt sich je nach Investition und Desinvestition; gut ist, dass es hier zu keiner Klumpenbildung kommt. Kein Segment ist im Normalfall größer als 15%.
Aktuell besonders gefährdet sieht Mr. Market ja den Bereich IT & IT Services. Für CSWC liegt die Quote bei 4,97% und ist somit problemlos zu managen. Dies dürfte ein Grund für die Kursresilienz sein.
Die Besicherungssituation ist ausgezeichnet; es sind rd. 90% mit Pfandrechten im ersten Rang besichert. Investitionen mit Eigenkapitalqualität sind mit 9,1% getätigt worden.
Conclusio: Die Sektorzusammensetzung hat sich durch die Investmentveränderungen leicht geändert; gut ist, dass sich die an sich schon ausgezeichnete Besicherungssituation durch Pfandsicherheiten im 1. Rang sogar noch gebessert hat. Seit Sept 2021 hat sich der Wert von 77% auf 89% verbessert.






Zur Besicherungsentwicklung
Im Zeitablauf sieht man
☛ Die Steigerungsraten bei den Unternehmen haben sich verlangsamt, allerdings ist das øVolumen gestiegen; somit hat sich das Gesamtvolumen deutlich vergrößert.
☛ Die Unterdeckung der letzten Quartale hat sich leicht vergrößert; aktuell – 22 Mio sind angesichts der 2,1 Mrd kein Problem.
☛ Die Besicherung hat sich laufend verbessert (First Line Investments von 84% auf ca. 91%)
☛ DieVerzinsung der Ausleihungen liegt bei 10,8%, und passt sich der Zinssituation auch nach unten an.
☛ Das ø EBITDA lieft bei rd. 15,7 Mio; es sind somit doch robuste Unternehmen mit Gewinnsituation, es hat aber abgenommen. Ein Hinweis auf sinkende Profitabilität im Portfolio?
☛ Der Verschuldungsgrad (Leverage) liegt bei 3,6 x und ist somit mittelmäßig, aber nicht niedrig; ist aber auch klar, die Unternehmen brauchen Geld, da sie meist im Wachstum sind.
✓ Die Diversifikation und Entwicklung stimmt.
✓ Aufgrund der Zinsentwicklung haben sich øMargen leicht gesenkt.
✓ Der Fair Value liegt knapp unter den Kosten
✓ Die erstrangigen Besicherungen liegen anteilsmäßig auf 91%
✓ Die Zinskosten für die Gesamtfinanzierung belaufen sich für Q4 26 im ø auf ca. 5,42%
Nachdem der Portfolio Yield bei ca. 10,8% liegt und die Zinskosten bei 5,4% ergibt sich ein Spread von ca. 5,4% Punkte. Wenn man dann noch die operating expenses in % abzieht (2026 waren es 3,5%), dann ergibt sich ein NII Daumen x pi von ca. 1,9%.
Die Bonitätsentwicklung der Investments









Das Rating hat sich wieder leicht verschlechtert und liegt aktuell bei 1,95. (eigene Berechnung). Das Investment Rating ist somit mit gut zu bewerten. Aber die Einstufungen von 1 + 2 waren in den Vorjahren schon deutlich bei 93 – 95%. Also zeigt sich auch hier eine Verschlechterung des Portfolios!
Unter der Annahme eines Komplettausfalles der Stufe 3+4+5 ergibt sich folgendes. Für 207,1 Mio + 25,1 Mio + 2,3 Mio Assets der Ratingstufe 3/4/5 macht das 234,5 Mio bzw. 23 % des aktuellen Eigenkapitals von 1.010 Mio aus. Damit würde die EK Quote von ca. 46% auf 36% fallen , der Leverage läge somit wieder bei 1,5 x.
Zusammende Beurteilung der Portfolioqualität
Diversifikation – Beurteilung 1
– Branchenkonzentration – keine Branche > 15 % ist somit unkritisch
– Großinvestments – die größten Investitionen belaufen sich auf rd. $ 30 Mio und liegen somit unter 3% | unkritisch
Bonität –Beurteilung 1
– rd. 19 % liegen in Ratingklasse 1, 69 % in Ratingklasse 2. Das gewichtete Durchschnittsrating liegt bei Ratingklasse 1,95 | unkritisch
– Die Ausfallsraten sind gering, da bei einer Marge von ca. 10,8 % auf das Portfolio momentan keines akut ausfallsgefährdet ist. Besser geht es wohl nicht.
Besicherung –Beurteilung 1
– Pfandrecht im 1 Rang – liegt bei 91 %
– Die Investitionen durch EK Hingabe mit 9 % sind ausreichend durch Eigenkapital abgedeckt
Profitabilität – Beurteilung 1
– Die durchschnittliche Verzinsung beträgt rd. 10,8%. Die passt gut im Vergleich mit anderen BDC.
– Obwohl prinzipiell durch mehr Risiko auch mehr Marge erzielbar wäre, behält das Management seinen rigiden Auswahlprozess bei.
Zur Effizienz des internen Managements
Durch die Tatsache, dass CSWC eine intern gemanagte BDC ist, d.h. dass das Management selbst durch das Unternehmen ausgeübt wird, können auch Kostenvorteile des Managements lukriert werden. Bei extern gemanagten BDC´s werden oft Base Fees, Income based fees und Capital Gains incentive fees berechnet. Bei CSWC reduziert sich der Kostenblock auf 1,4 % in Summe. Das ist der Riesenvorteil von CSWC und den intern gemanagten BDC´s
Gegenbeispiel – Bei ARES belaufen sich die Kosten für Base Fees auf prinzipiell 1,5% des durchschn. Wertes des Investments , die Income Based Fees und die Capital Gains Fees beliefen sich 2024 auf 1,75%. Im folgenden eine kurze Übersicht der aktuellen Kostendarstellung von ARES:
Zusammenfassung der Geschäftsstrategie
1. Die Strategische Positionierung ist klar und wird auch erfolgreich umgesetzt.
2. Der Zielmarkt läßt bei einem stringenten Vorgehen eine Rendite von rd. 10% p.a. erzielen.
3. Das Ausfallsrisko wird durch erstklassige Absicherungen minimiert, bei guten Erfolgsaussichten mit Eigenkapital aufgefrischt
4. Das Geschäftsvolumen wächst mehr als 300 Mio pro Jahr und ermöglicht so eine Kostendegression, die den Gewinn vorantreibt.
5. Durch den BDC Status ist Wachstum nur durch laufende Ausgabe neuer Aktien zu finanzieren. 2025 lag das Verhältnis bei 157,8 Mio neue Aktien zu 181 Mio zusätzliches Fremdkapital. Ein deutliches Kurswachstum ist daher eigentlich nicht zu erwarten; es bleibt aber ein zuverlässiger Dividendenbringer.
Aus meiner Sicht gibt es bis jetzt daher einen klaren Daumen nach oben für Investitionen in dieses Unternehmen
Zur Eigentümerstruktur / Insider









Die Tabelle zeigt die 10 größten Aktionäre von CSWC im Jahresvergleich. 2022 waren das 19,94%, 2023 sind das nur noch 14,97%. 2024 sind es 13,66%, 2025 sind es 15,97%. 2026 sind es 14,74%.
Die % – Zahl wird konstant geringer, im Rahmen der deutlichen Aktienausweitung hat wohl nicht jeder Großinvestor mitgezogen.
Q2 25 – Den mit Abstand höchsten Einkauf hat sich TWO Sigma Investments geleistet. Vor genau einem Jahr noch bei 367,5 tsd Aktien hält das Unternehmen nun 1.310 tsd Aktien. Aber es sind nur 2,79% aller Aktien. Somit ist das keinen Aufreger wert.
Q3 25 – Zwei neue größere Aktionäre betreten die Bühne.
Balnasny Asset Management ist ein global tätiger, multistrategischer Hedgefonds. Verwaltetes Vermögen > $ 20 Mrd. Datengetriebener Investmentstil.
Beacon Point Advisors ist eine der größten unabhängigen Registered Investment Advisory (RIA)-Firmen in den USA und verwaltet ein Vermögen > $ 43 Mrd
Q4 25 – Two Signa Investments baut den Anteil kräftig aus (+25,2%)
Q1 26 – keine wesentlichen Veränderungen
Q2 26 – Balyasny verkauft 256,8 tsd Aktien bzw. knappt 1/3 seiner Aktien; ist erst seit Ende 2024 dabei; war vielleicht nur Spekulation.
Q4 26 – Balyasny ist wieder legende; Two Sigma stockt permanent auf. Ansonsten keine massiven Auffälligkeiten.
Nachdem Bowen als CEO ausgeschieden ist, trifft ihn keine Berichtspflicht mehr. Daher wird er in der Liste nicht mehr geführt. Michael Sarner wurde am 18. Februar 2025 zum President & CEO ernannt. Am 27. Februar 2026 kaufte CEO Michael Sarner 2.695 Aktien hinzu — er hält nun insgesamt 473.154 Aktien
Aufgrund der geringen Anteile gibt es keinen Ankeraktionär.
Bemerkenswert sind die Anteile des ehemaligen CEO Thomas (William R. III) Investments, wohl eine Stiftung eines früheren CEO von CSWC, der 1961 – 2007 arbeitete und 2008 verstarb. Die Stiftung hält permanent rd. 600 tsd Aktien, hat aber keine großen Käufe/Verkäufe mehr getätigt. Die Stiftung ist aktuell 15,1 Mio groß und hält davon 87% in CSWC und 13% in WIRE.
Offenbar haben die Insider gerade die letzten 3 Monate ordentlich zugeschlagen. Bei 181.902 Aktien mit einem øKurs von ca. $22,50 sind das immerhin Investitionen von $4,1 Mio und ein starkes Vertrauen in das Unternehmen.
Die Bilanzentwicklung - NAV per Share
Auf Basis Jahreszahlen 2020 - 2026
Zum Stichtag FY26 iVgl. FY25 ist
✔️ Das Investitionsvolumen um + 312 Mio | +17% gestiegen
✔️ der Kassabestand ist deutlich gefallen | – 16 Mio
✔️ Die Dividenden & Zinsforderungen sind um + 1,3Mio gestiegen
✔️ die Refinanzierung erfolgte durch Erhöhung des Fremdkapitals (+ 167 Mio) durch erhöhte SBA Verbindlichkeiten (+ 47 Mio), die Ausgabe der Notes ( + 126 Mio) und mehr Kreditrahmen ( + 2 Mio) es kam zur Erhöhung des Eigenkapitals (+ 127 Mio) durch Begebung von Aktien / EK „Paid in Capital“ (+ 115 Mio) , wobei auch ein Gewinn von 9,7 Mio eingebucht wurde.
📈 ist die Anzahl der ausgegebenen Aktien um 7,7 Mio höher
✔️ der absolute NAV Wert = EK um gute 14% höher
✔️ der NAV/Aktie von $ 16,70 auf $ 16,69 leicht gesunken.
→ Mit dem aktuellen Kurs am Recherchetag 13.6.25 mit $23,58 liegt das Kurs/NAV Verhältnis bei 1,41 und somit deutlich höher als der langjährige Durchschnitt.
Absolut ungewöhnlich ist der Schritt der Cancellation of Treasury Stocks im Jahr 2023; hier der Auszug aus dem 10K Bericht – On April 26, 2023, the Board of Directors approved the cancellation of 2,339,512 shares of treasury stock, which increased authorized and unissued shares by the same amount.
Man kann die NAV Entwicklung auch über eine CashFlow Ableitung nachvollziehen. Zuerst wird natürlich der Jahresgewinn (Net Increase from operations) dazugezählt.
Wesentlich ist die Bedeutung der Aktienemissionen gerade ab FY 2023 mit + 202,7 , 181,4, 178,4 und 157,8 Mio. Mit der Aktienanzahl schießt aber auch die Dividendenzahlung in die Höhe ( von 58,6 Mio 2022 auf 147,2 Mio in 2026). Logischerweise wurden Aktienrückkäufe seit dem Einbruch 2020 nicht mehr getätigt. Damals war die Aktie ja im März/April für unter $10 zu haben. Jedenfalls wurde 2023/2024/2025/2026 mit 169,5, 165,2 ,127,9 und 127,3 Mio der absolute NAV massiv erhöht.
Durch die Erhöhung der Aktienanzahl bleibt aber die statt einer Erhöhung ein geringer NAV pro Aktie hängen. ($16,70 → $16,69). Es kann trotzdem eine gute Investition in die Zukunft sein, wenn die neu akquirierten Unternehmen ihre vollen Zahlungen abliefern.
Die Kennzahl Kurs/NAV pro Aktie als wichtige Bewertungskennzahl
Meiner Meinung nach ist das Kurs/NAV Verhältnis entscheidend für die Frage, wann ein guter Einstiegszeitpunkt ist bzw. wie teuer ist denn der Einstieg. Der NAV gibt ja den Wert wieder, der im Unternehmen nach Abzug der Schulden verbleibt. Der NAV/Aktie zeigt mir daher, wieviel Wert in meiner Aktie konkret steckt. Das Verhältnis Kurs/NAV – Aktie informiert mich, wieviel Dollar ich für 1 Dollar Net Asset Value ich zahlen muss.
Daher ist es interessant, den Vergleich zum Wettbewerb und zur eigenen Historie zu sehen.
Die Bewertung im Vergleich zum Wettbewerb
Bei der Auswahl der BDC´s habe ich nun Bezug auf den obigen Vergleich genommen. In diesem Vergleich ist CSWC aktuell im Mittelfeld der Bewertung zu finden. Main Street ist noch teurer, aber Hercules ist seit Jan 2026 günstiger geworden. Schau Schau – HTGC hat mehr IT im Portfolio.
Übrigens – diese Positionierung ist über das gesamte letzte Jahr sehr stabil, bei allen ist die Bewertung aber etwas gesunken.
Die Kursentwicklung im Vergleich
Hier nochmals die Kursentwicklung wie bereits oben. Nur CSWC kann dazugewinnen, der Rest verliert. Danke, dass ich in CSWC investiert bin …
Die historische Entwicklung NAV/Aktie und Kurs/NAV Relation
In der historischen Entwicklung des NAV/Aktie erkennt man, dass das Managment bemüht ist, hier den Wert trotz der laufenden Begebung von neuen Aktien doch relativ konstant zu halten. Mit aktuell $16,69 pro Aktie liegt man knapp unterm Mittel der bisherigen Werte.
In der historischen Entwicklung der Kurs/Nav Ratio seht man, dass im letzten Quartal das 2 HJ 2022 ein günstiger Einstiegszeitpunkt war. Aktuell ist man mit 1,33-fachen des NAV noch teuer unterwegs.
Kaufzeitpunkte sind daher für mich immer dann gegeben, wenn der man unter den Mittelwert fällt.
Zum Zeitpunkt der Analyse ist der Kurs bei ca. $23,58. Das bedeutet eine Kurs/NAV ratio von über 1,41x. Da juckt bei mir der Kauffinger definitiv nicht.
Das Income Statement in der Jahresentwicklung
Die G&V Entwicklung 2025 → 2026
🟢 Das Total Investment Income ist um 14% | 27,7 Mio gestiegen
🟠 Die Payment in Kind interest income nehmen deutlich zu. Damit nimmt auch das Risiko zu, dass zum Laufzeitende der kummulierte Betrag aus Kapital & aufgelaufende Zinsen nicht vollständig bedient werden können.
🟢 Die Dividend Income sind deutlich auf 12,7 Mio angestiegen. Der Grund bleibt etwas ungenau:
Dividend income for the year ended March 31, 2026 increased $8.2 million as compared to the year ended March 31, 2025 due to an increase in distributions received from portfolio companies
🟠 Der massive Ausbau des Fremdkapitals kostet auch Zinsen +21%/+ 11,6 Mio
🟢 Damit steigt der Gross Profit „nur“ um 11%|16,0 Mio
🟠 Die Gross Margin sinkt auf 71%
🟠 Die operativen Kosten sinken im gleichen Zeitraum von 29,0 Mio auf 28,9 Mio somit um +/- 0% | – 0,1 Mio
Die Kosten sind aber im Vergleich zu 2024 doch deutlich höher. Zur Begründung
Für das am 31. März 2026 endende Geschäftsjahr sanken unsere Gesamtpersonalkosten (einschließlich barer und aktienbasierter Vergütungen) im Vergleich zu den Gesamtpersonalkosten für das am 31. März 2025 endende Geschäftsjahr um 1,2 Millionen US-Dollar. Der Rückgang war in erster Linie auf einmalige Vergütungsaufwendungen in Höhe von 2,6 Millionen US-Dollar zurückzuführen, die im Vorjahr im Zusammenhang mit dem Ausscheiden des ehemaligen Präsidenten und Chief Executive Officer des Unternehmens angefallen waren und teilweise durch einen Anstieg der Bonuszahlungen ausgeglichen wurden. Für das am 31. März 2026 endende Geschäftsjahr beliefen sich unsere gesamten allgemeinen und Verwaltungskosten, einschließlich Honoraren, auf 12,0 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 1,1 Millionen US-Dollar oder 9,8 % gegenüber den 10,9 Millionen US-Dollar für das am 31. März 2025 endende Geschäftsjahr entspricht. Der Anstieg war in erster Linie auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter höhere Rechtskosten, Ausgaben für die Personalbeschaffung und Baukosten im Zusammenhang mit unseren zusätzlichen Büroräumen sowie einzelne, für sich genommen unwesentliche Erhöhungen bei mehreren allgemeinen Betriebsausgaben.
🟢 Das Net Investment Income erhöht sich um 17,2 Mio | + 15%
🟢 Die Net Investment Margin bleibt auf guten +/-82%!
🟠 🟠 Allerdings muss im Risikobereich die eine oder andere Feder gelassen werden. Insgesamt müssen 25,8 Mio unrealisierte Verluste ausgewiesen werden (näheres siehe unten) und können durch realisierte Zuschreibungen von 5,5 Mio bilanziell wieder etwas kompensiert werden, sodaß unterm Strich aber ein Bewertungs – Nettoverlust von 20,3 Mio verbleibt.
Die Dividenden pro Aktie sind mit $2,56 somit über dem Net increase in net assets from operations! Risiko kostet echtes Geld!
Erläuterungen zu den laufenden Wertberichtigungen
Die folgenden Ausführungen gelten für jedes Quartal/Jahr.
Durch den Ansatz des Fair Value müssen die ausgegebenen Kredite laufend bewertet werden. Bei höheren Zinsen erfolgt eine Abwertung; wenn sie dann gezahlt werden, wird wieder aufgewertet.
Die Erläuterung in GAAP – Liegt der erzielbare Betrag des Vermögenswerts über dem Buchwert, so ist der Wertminderungsaufwand rückgängig zu machen und in den Büchern als Ertrag zu verbuchen.
Die realisierten und unrealisierten Gewinne/Verluste
Wichtig bei dieser Aufstellung sind die realisierten Verluste/Gewinne. Bei diesen sieht man in der Jahresdarstellung, dass in den letzten Jahren laufend hohe Beträge abgeschrieben werden mussten. Bei Jahresgewinnen 2023/24/25 machen die Realisierten Verluste 25%, 36 und 42% aus. Das ist schon eine Menge Holz. In 2026 konnten erstmal wieder realisierte Gewinne aus den Investments gehoben werden.
Bei den unrealisierten Verlusten/Gewinnen sind es defact Ausbuchungen aus dieser Position in der Bilanz, wenn aus unrealisierten die realisierten Positionen werden oder diese unrealisierten Verluste aus Verbesserungen wieder aufgelöst werden können. Aber auch hier zeigt sich über die letzten 4 Jahre, dass mehr Zuführungen erfolgten als Auflösungen. Es gibt also immer noch genügend Risiko in der Bilanz.
In der Quartalsdarstellung fallen die hohen Schwankungen auf. Diese resultieren aber aus konkreten Exit Ergebnissen, die v.a. zum Jahresende stattfinen.
Achtung – Die Position der realisierten und unrealisierten werden in der Bilanz nicht separat ausgewiesen, sondern finden sich in der Entwicklung des Fair Values wieder.
Bewertung der Entwicklung der Erträge, Kosten, Gewinne und Margen auf Jahressicht
- Man muss gut unterscheiden in die Erträge aus dem laufenden Investment, die sich vor allem aus Zins- und ein wenig auch Dividendenerträge zusammensetzen. Die Entwicklung ging in den letzten Jahren durch den Verkauf von Beteiligungen immer mehr in Richtung Zinserträge. Im letzten Quartalen war wieder mehr Eigenkapital gefragt. Daher sind auch die Dividendenerträge gestiegen. Mittlerweile spielen auch Joint Ventures eine verstärkte Rolle.
- Die Payment in Kunden interest income = jene Zinsen, die nicht laufend gezahlt, sondern am Ende auf das Kapital aufgeschlagen werden, nehmen sehr stark zu! Damit erhöht sich das Risiko am Ende der Laufzeit.
- Die Bruttomarge ist natürlich von der Marge zwischen Investitionszinsen und Refinanierungszinsen abhängig. Es können aber die angepeilten Margen im Zinsbereich von rd. 9% und im Dividendenbereich von rd. 1,4 % eingefahren werden. Durch steigende Investmentvolumina kann eine Kostendegression eingefahren werden (s.o.). Sehr gut
- Die operativen Kosten können in Relation zur Investmentsumme klein gehalten werden. In absoluten Zahlen macht ihr Anteil 17% des Gross Profits aus.
- Stark schwankend sind die realisierten Gewinne aus Abschichtungen. Gut ist, dass sie bei Gewinn zu einer Sonderdividende führen. können
- Ebenfalls stark schwankend sind die unrealisierten Gewinne und Verluste. Hier muss im laufenden Jahr 2022, 2023, 2024 und auch 2025 doch ein erheblicher Abschreibungs- und AUSBUCHUNGS – bedarf zur Kenntnis gebracht werden. Diese können teilweise wieder sukzessive aufgelöst werden; somit sind hier auch Reserven gegeben.
Durch die Sondersituationen ist man vor positiven wie negativen Überraschungen, die sich in Zukunft wahrscheinlich auch aus Zinsänderungsrisiken abbilden, die gar nicht auf der eigenen Bilanz entstehen müssen, nicht gefeit; es reicht ja schon aus, dass das Risiko auf den Bilanzen der investierten Firmen entsteht ; dies führt dann wieder zu (un)realisierten Abwertungen.
Allerdings stehen hier auch Private Equity Firmen hinter der Kreditvergabe, die im Zweifel auch nachrangiges Kapital nachschießen. (Club Finanzierungen)
Conclusio – das Geschäftsmodell ist attraktiv, die Skaleneffekte bei den Kosten wirken. Sofern das Wachstum voranschreitet, ist eine Beteiligung als Aktionär jedenfalls interessant, wenn man mit den Unwägbarkeiten der Sondereffekte leben kann.
Das Zinsänderungsrisiko
Das Zinsänderungsrisiko im getätigten Investitionskapital
Das Risiko ist Teil jener Risken, die sich bereits in der G&V manifestiert haben. Insofern ist im ausgewiesenen Ergebnis bereits ein Teil des Zinsänderungsrisikos enthalten. In Zahlen kann man nur auf die bereits angefallenden Aufwendungen hinweisen.
Das Zinsänderungsrisiko in den Zinserträgen
Wichtig – wie man sieht, sind die Ausleihungen zu 95,5 % auf Basis variabler Zinssätze fixiert wurde. Bei steigenden Zinsen erzielt CSWC damit höher Zinserträge; da CSWC aber zu 65% auf Fixzinsbasis refinanziert ist (øZins 5,41%) reduziert eine Zinssenkung damit auch die Zinsmarge.
Bei einem Zinsrückgang von 50 bp sinkt der Ertrag um stolze $ 7,8 Mio bzw. 13 cents pro Aktie pro Jahr. Die bisherigen Zinssenkungen haben daher bereits zu einer Reduktion des Zinsertrags geführt.
Das Zinsänderungsrisiko in der Refinanzierung
Die Darstellung der RefiKosten im Jahresvergleich


Ohne auf die einzelnen Details einzugehen, sieht man, dass
1 – die kalkul. Zinsbelastung von 56,1 auf 63,2 Mio gestiegen ist; inkl. Bereitstellungsgebühr 67,2
2 – der øZins bei den Fixverzinsten mit 5,32% nur 0,1% höher ist
3 – der øZins bei den Variablen Krediten von niedrigeren Referenzzinsen profitiert.
Anmerkung – die Zinskosten für 2026 beliefen sich auf 66,6 Mio. Da liege ich mit meinen Berechnungen gerade mal 0,6 Mio daneben. Ist ok…
Zusammenfassung des Zinsänderungsrisikos
In der G&V stehen einem Änderungpotential bei 0,5% im Zinsertrag von +/- 7,5 Mio ein gegenläufiges Änderungspotential von +/- 1,8 Mio im Zinsaufwand gegenüber. Somit bedeutet eine Reduktion des Zinsgefüges um 0,5% einen Minderertrag von 5,7 Mio. Das ist bei laufenden 192 Mio aktuellem Zinsertrag wohl zu verkraften. Somit kein nachhaltiges Problem.
Problematischer sind die Auswirkungen in den investierten Unternehmen. Hier sind die Summen weitaus höher. Allerdings kommt hier die erstrangige Besicherung zugute, sodaß eigentlich überwiegend das gegebene Eigenkapital gefährdet ist. Das macht 9% = rd. 176 Mio aus. Dies ist bei einem EK von 1.011 Mio immerhin ein 17,4 % Anteil. Das fällt aber natürlich nie zur Gänze aus.
Conclusio: Das Zinsänderungsrisiko ist im gut beherrschbaren Bereich. Es könnte auch sein, dass Mr. Market das deutlich höher einschätzt. Wenn die Zinsen um massive 0,5% gesenkt würden, reduziert das den Ertrag von CSWC gerade mal um 5,7 Mio. Damit ist die Gefahr einen Kundenausfalls aus meiner Sicht viel größer einzuschätzen.
Das Ausfallsrisiko
CSWC — CAPITAL SOUTHWEST CORPORATIONNon-Accrual Rate — Definition & Entwicklung
Diese Kennzahl zeigt den Anteil des Gesamtportfolios (gemessen am Fair Value), der sich aktuell „on non-accrual" befindet — also bei Krediten, bei denen das Portfoliounternehmen seine Zins- oder Tilgungszahlungen nicht mehr leistet. Wird ein Kredit auf Non-Accrual-Status gesetzt, hört CSWC auf, die vertraglich geschuldeten Zinsen als Ertrag zu verbuchen ("accruen") — unabhängig davon, ob der Kreditvertrag formal weiterhin Zinsen vorsieht.
Die Bezugsgröße "at Fair Value" (statt "at Cost") ist die ehrlichere, aber auch kleinere Zahl — notleidende Kredite sind meist bereits deutlich abgeschrieben, bevor sie auf Non-Accrual gesetzt werden. Ein Kredit mit ursprünglich $10 Mio., der bereits auf $3 Mio. Fair Value abgeschrieben wurde, trägt zur "at Cost"-Quote mit $10 Mio. bei, zur "at Fair Value"-Quote nur mit $3 Mio.
Diese Kennzahl ist der direkteste Frühindikator für Kreditqualität — bevor sich Probleme in NAV-Abschreibungen oder realisierten Verlusten zeigen, tauchen sie hier zuerst auf.
| Kennzahl | FY2020 | FY2021 | FY2022 | FY2023 | FY2024 | FY2025 | FY2026 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Non-Accrual Rate (% Fair Value) | 3,3% | 0,0% | 1,5% | 0,3% | 2,3% | 1,7% | 1,1% |
| Non-Accruals Fair Value ($ Mio.) | 18,2 | 0,0 | ~14,0 | 3,9 | 33,8 | 30,6 | 22,7 |
| Total Investment Portfolio ($ Mio.) | 553 | 688 | 937 | 1.207 | 1.477 | 1.785 | 2.097 |
| Kontext / Periode | COVID-Beginn | Erholung — sauberstes Portfolio | Normalisierung | Niedrigster Wert der Historie | Zinsanstieg-Peak | Verbesserung | Fortgesetzte Verbesserung |
Die Cashflow Entwicklung auf Jahresbasis
Aktuell reicht für mich die Jahresbetrachtung, daher keine Quartalsvergleiche
Zuerst mal ist ein neg. operating CF normal und erwünscht. Hier sollen sich ja die steigenden Investments abbilden.
In der Jahresdarstellung erkennt dementsprechend deutlich den Anstieg des Investments , aber auch den Anstieg der Rückzahlungen, da ja meist in 5 Jahren die Finanzierungen auslaufen, es sei denn, sie werden verlängert. Die Netto Investmentsumme (grün hinterlegt) nach Rückzahlungen lag 2019 noch bei 121 Mio, 2020 und 2021 waren dann noch Pandemie-schaumgebremst mit 73 bzsw. 104 Mio. 2022 und 2023/24 gab man aber wieder Gas und erreicht 291 bzw. 289 Mio Nettoinvestitionen. 2025 kam man auf ausgezeichnete 325,5 Mio Nettoinvestitionen, 2026 sind es immer noch gute 303,9 Mio. Bei den equity investments war es das stärkste Exit Jahr seit 2021.
Bemerkenswerte Einzelposten in FY26
Realized gain on investments bef. Tax: −$14.849 (FY26) vs. +$46.760 (FY25) — eine Vorzeichenumkehr von −132%. Das wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich zur positiven Gesamtentwicklung, ist aber eine reine Bilanzierungslogik: In der Cash-Flow-Reconciliation wird der realisierte Gewinn vom Net Income abgezogen (da er bereits im Ergebnis enthalten ist, aber kein operativer Cash-Zufluss in dieser Definition ist). Das Vorzeichen hier zeigt nicht die Performance, sondern die Adjustment-Richtung.
Net change in unrealized appreciation: +$27.978 (FY26) vs. −$6.082 (FY25) — eine Verbesserung um $34,1M. Das deckt sich mit der Aussage aus der vorherigen Tabelle: FY26 zeigte eine deutliche Verbesserung bei den unrealisierten Bewertungen (Summe a+b: −$25.832, aber das war primär durch die Equity-Rücknahme von −$41.123 getrieben — die operative Portfolioqualität hat sich verbessert).
Payment-in-kind interest and dividends: −$14.066 (FY26), kontinuierlich steigend von −$2.079 (FY20). PIK-Erträge (nicht-cash, „virtuelle“ Zinszahlungen die zum Kapitalsaldo addiert werden) wachsen mit dem Portfolio — das ist normal, sollte aber beobachtet werden: Ein zu hoher PIK-Anteil kann ein Frühindikator für Stress bei Portfoliounternehmen sein, die keine Cash-Zinsen mehr zahlen können.
Accretion of discounts: −$9.557 (FY26), von −$1.938 (FY20) — fast verfünffacht. Das ist die Amortisation von Original Issue Discounts auf neue Investments — wächst proportional zum Portfolio und ist unauffällig.
Gesamtbild — die Finanzierungsseite des Wachstums
Net cash from financing activities deckt fast exakt den negativen operativen Cash Flow ab: FY26 Financing +$178,4M vs. Operating −$193,5M → Net cash change −$15,4M (passend zum Cash-Rückgang von $44,9M auf $29,4M, den wir aus dem Balance Sheet kennen). Das System ist intern konsistent.
Equity-Finanzierung — deutlicher Rückgang
Proceeds from common stock offering: $202,9M (FY23, Peak) → $157,8M (FY26) = −12% YoY, dritter Rückgang in Folge nach dem Peak FY23. Das ist eine bemerkenswerte Verhaltensänderung: CSWC nutzt das ATM-Programm zunehmend zurückhaltender. Mögliche Gründe: Die Bewertungslage (Price/NAV 1,33x) ist weniger attraktiv für Aktienemissionen als FY24 (1,49x), und/oder CSWC verschiebt die Finanzierung stärker zu Fremdkapital, das im aktuellen Zinsumfeld relativ günstiger wurde (SBA-Debentures).
Schuldenfinanzierung — die eigentliche Story von FY26
Notes-Aktivität explodiert: Proceeds from notes $344,2M (FY26) — der höchste Wert der Historie, +54% gegenüber FY25 ($223,1M). Gleichzeitig Redemption of notes −$221,9M, ebenfalls Rekord (+58%). Netto-Notes-Zufluss FY26: +$122,3M — das erklärt den Anstieg der Notes-Position im Balance Sheet von $442M auf $569M (+$127M, passt sehr genau).
SBA Debentures: $46,8M (FY26), +118% gegenüber FY25 ($21,5M) — der zweithöchste Wert nach FY23 ($78,1M). Bestätigt die aggressive Nutzung der zweiten SBIC-Lizenz, die im April 2025 erhalten wurde.
Credit Facility — massive Churn-Aktivität: Borrowings $588M und Repayments −$586M in FY26 — beide auf Rekordniveau (+60% bzw. +102% YoY). Das ist kein Netto-Wachstum (nur +$2M netto, wie im Balance Sheet sichtbar), sondern zeigt extreme revolvierende Nutzung — die Fazilität wird ständig gezogen und zurückgezahlt, vermutlich als kurzfristige Brückenfinanzierung zwischen Notes-Emissionen und Portfolio-Funding-Bedarf.
Dividenden — stetiges Wachstum, aber Wachstumsrate verlangsamt sich relativ
Dividends to shareholders: $147,2M (FY26) vs. $125,3M (FY25) = +18% YoY in absoluten Zahlen — aber das ist primär durch die gestiegene Aktienanzahl getrieben (+14% laut Balance Sheet), nicht durch eine Dividendenerhöhung pro Aktie in dieser Größenordnung (Div/Share stieg nur leicht laut früherer Analyse). Die absolute Dividendenlast wächst kontinuierlich: $50,3M (FY20) → $147,2M (FY26) = fast Verdreifachung in 6 Jahren — getrieben durch die Aktienanzahl-Expansion.
Net cash from financing activities — Trendumkehr
$237,5M (FY23, Peak) → $178,4M (FY26) = −23% YoY, dritter Rückgang in Folge. Das ist die wichtigste strukturelle Beobachtung: CSWC generiert zunehmend weniger Netto-Cash aus externer Finanzierung — bei gleichzeitig steigendem Investitionsbedarf (Operating Cash Flow wurde negativer, −$193,5M vs. −$182,7M FY22).
Cash-Position — Warnsignal leicht erhöht
Net decrease in cash: −$15,4M (FY26) — der erste Rückgang seit FY22 (−$20,2M). Cash am Jahresende: $29,4M (FY26) vs. $44,9M (FY25), ein Rückgang von −34%. In Kombination mit dem sinkenden Financing-Netto-Zufluss entsteht ein Muster: CSWC finanziert sein Wachstum zunehmend „enger“ — der Puffer zwischen Mittelaufnahme und Mittelbedarf verkleinert sich.
Einordnung — ist das ein Risiko?
Nicht akut, aber zu beobachten. Drei Punkte relativieren:
1. verfügt CSWC laut den Q4-Highlights über $364M ungenutzte Kreditlinienkapazität plus $42M verbleibendes SBA-Commitment — die Liquiditätsreserve ist also nicht der Cash-Bestand allein, sondern deutlich größer.
2. ist die Notes-Refinanzierung ($222M Redemption, $344M neue Emission) Teil der bewussten Strategie, das teure 7,75%-Notes-Segment und auslaufende 3,375%-Notes durch die neuen 5,95%-Notes zu ersetzen — eine aktive Optimierung der Kapitalstruktur, nicht ein Notfall.
3. ist der Rückgang der Equity-Emissionen eher ein positives Signal für bestehende Aktionäre — weniger Verwässerung bei einer Bewertung, die nicht mehr bei 1,49x NAV liegt.
Ein Punkt, den man im Auge behalten sollte: Wenn der Trend „sinkende Financing-Zuflüsse + steigender Investitionsbedarf + sinkende Cash-Reserve“ sich in FY27 fortsetzt, könnte CSWC gezwungen sein, entweder das Portfoliowachstum zu verlangsamen oder wieder stärker auf Equity-Emissionen zurückzugreifen — auch bei einer weniger vorteilhaften Bewertung.
Die Dividende ist hier der Burner !!! Wie sicher ist die Dividende?
Für Dividendenliebhaber die wichtigste Folie 🫶
Die Grafik zeigt nochmals die Spezialität des Dividendenstroms von CSWC – die Normaldividende in blau , dann eine weitere Supplemental Dividende (von 5 – 10 cents) und bei den Sondererlösen werden diese direkt als Special Dividend ausbezahlt (15 cents).
Es ist wichtig, die UTI Rücklage (UTI = undistributed taxable income)) zu beachten, da bisher v.a. aus ihr die Supplemental Dividende bestritten wurden. Die UTI ergibt sich, lt. EarningsCall Q2 2024 aus Gewinnen, die über unsere Dividende und die realisierten Gewinne aus unserem Aktienportfolio hinausgehen und noch nicht ausgeschüttet wurden. Somit haben wir hier eine „gebildete Ausschüttungsreserve“.
Zu beachten ist daher auch die Entwicklung der UTI pro Quartal, um die Sicherheit der (Supp) – Dividende gut einschätzen zu können.
Entwicklung der UTI
31.03.21 Q4 21 – UTI $ 0,92 per share
30.06.21 Q1 22 – UTI $ 0,83 per share
30.09.21 Q2 22 – UTI $ 0,69 per share
31.12.21 Q2 22 – UTI $ 0,32 per share
31.03.22 Q4 22 – UTI $ 0,47 per share
30.06.22 Q1 23 – UTI $ 0,15 per share
30.09.22 Q2 23 – UTI $ 0,33 per share
30.12.22 Q3 23 – UTI $0,34 per share
30.03.23 Q4 23 – UTI $0,45 per share
30.06.23 Q1 24 – UTI $0,34 per share
30.09.23 Q2 24 – UTI $0,42 per share
31.12.23 Q3 24 – UTI $0,52 per share
31.3.2024 Q4 24 – UTI $ 0,64 per share
30.6.2024 Q1 25 – UTI $0,50 per share
30.9.2024 Q2 25 – UTI $0,64 per share
30.12.2024 Q3 25 – UTI $0,68 per share
31.03.2025 Q4 25 – UTI $0,79 per share
30.6.2025 Q1 26 – UTI $1,00 per share
30.9.2025 Q2 26 – UTI $1,13 per share
31.3.2026 Q4 26 -UTI $1,07 per share
Es wird ersichtlich, dass 6 cts Supplemental Dividende und auch Teile der Special Dividend aus dieser Rücklage bedient werden. Nachdem die Rücklage wieder ansteigt, könnten die + 6ct für Q1, Q2, Q3 und Q4 2027 leicht bedient werden.
Das Net Investment Income pro Aktie für 2026 belief sich auf $2,36; die Grunddividende wurde bisher in der Größenordnung von 1¢ pro Jahr erhöht. Daher muss man pro futuro mit folgenden Beträgen rechnen.
1) Standarddividende $ 0,58 x 4 = $2,32 – wird im Normalfall abgedeckt
2) Supplemental $0,20 bis 0,24 – kann durch die UTI von $1,07 pro Share für 1,5 Jahre gesichert werden
3) Sonderdividende – fällt nur bei sehr ertragreichen Abschichtungen an.
Im Normalfall ist daher die Dividende sicher, bisher hatten Zinserhöhung und Ausfallsraten bei den Unternehmen keinen maßgeblichen Einfluss.
Zur Entwicklung der Aktienanzahl - Das Verwässerungsproblem
Hier mal der Blick auf die Entwicklung im Jahresvergleich; der massive Ansteig ab 2022 zeigt die rasante Investmentgeschwindigkeit.
lt.Management ist es die Politik von CSWC, die benötigte Liquidität mit EK und weniger mit FK zur Verfügung zu stellen. Es gelingt auch, Preise zu erzielen, die ca 10% über dem NAV liegen. Siehe auch die aktuelle Erhöhung der genehmigten Aktienanzahl von 40 auf 75 Mio. Ein Rückkaufsprogramm wird es dann geben, wenn einerseits die Investitionsnotwendigkeiten dies zulassen und andererseits der Kurs unterhalb des NAV liegen sollte.
Wie bereits weiter oben ausgeführt, ist diese Verwässerung massiv, wird aber durch den gleichbleibenden NAV/Aktie und die attraktive Dividende zumindest teilweise kompensiert.
Daher erkenne ich keine massiven Nachteile durch die Verwässerung, da die Alternative des Fremdkapitals in Zeiten hoher Zinsen massiv an Attraktivität verloren hat.
Das "Problem" der Wandelanleihe
CSWC hat am 8. Nov 2024 eine Wandelanleihe begeben; ab diesem Zeitpunkt läuft auch die Verzinsung.
Die Wandelanleihe gibt CSWC heute lang laufendes, unbesichertes Fremdkapital zu ~5,6 % Effektivzins und die Option, dass es sich später in Eigenkapital wandelt – zu einem fixen Preis von 25 $ je Aktie. Das senkt das Refinanzierungsrisiko und kann im Erfolgsfall Eigenkapital zu einem Aufpreis beschaffen; dafür tragen Altaktionäre das Risiko späterer Verwässerung.
Die ökonomische Logik – aus Sicht von CSWC
Kosten des Kapitals (wenn nicht gewandelt wird):
Kupon 5,125 % auf 1.000 $ bei Emissionspreis 98,5 % ⇒ Effektivrendite (YTM) ca. 5,6 % p. a. (quartalsweise Zahlungen). Das sind damit Fremdkapitalkosten bis 11/2029.Liquidität & Laufzeit:
~226,6 Mio. $ Cashzufluss (vor Fees) und Laufzeit bis Nov 2029 → geringeres Refinanzierungs-/Zinsänderungsrisiko gegenüber kurzfristigen Linien; 4,50 %-Notes 2026 wurden abgelöst.Option auf Eigenkapital später:
Wandlung zu 25 $ – das entspricht einer Kapitalerhöhung zum festen Preis (ca. +12 % über damaligem Kurs). Wird gewandelt, sinkt die Verschuldung, die Zinslast (~11,8 Mio. $ p. a.) entfällt, und die Bilanz wird eigenkapitalstärker.Mögliche Verwässerung:
Pro 1.000 $ entstehen 40 Aktien. Auf 230 Mio. $ wären das bis zu 9,2 Mio. neue Aktien (bei Vollwandlung).
Verwässerungsquote = 9,2 Mio. ÷ (aktuelle Aktienzahl = 55,2 Mio = 16%.Call/„Zwangswandlung“ ab 11/2027:
Steht die Aktie ≥ 32,50 $ (130 % des Wandelpreises) an ≥ 20/30 Handelstagen, kann CSWC kündigen – faktisch wird dann meist konvertiert. Ergebnis: Schulden weg, Zinsen weg, Eigenkapital rauf.
Was heißt das für Aktionäre?
Fall 1 – Aktie bleibt ≤ 25 $ bis 2029:
Keine Verwässerung. CSWC zahlt ~5,6 % auf die Anleihe; sinnvoll, wenn die investierten Mittel > 5,6 % Rendite bringen (nach Kosten).Fall 2 Aktie steigt > 25 $ (und ggf. ≥ 32,50 $ ab 2027):
Wandlung wahrscheinlich ⇒ Verwässerung (bis 9,2 Mio. Aktien), aber Zinsersparnis und geringeres Leverage.
Für BDCs gilt zusätzlich: Wandlung zu 25 $ ist i. d. R. NAV-akkretiv, wenn 25 $ über dem NAV/Aktie liegt.
Was heißt das für Bond-Investoren?
Downside-Schutz über den Bond (Kupon + Rückzahlung), Upside über die Wandlungsoption. Steigt die Aktie stark, wird die Rendite vom Aktienkurs dominiert; bleibt sie unten, verhält sich das Papier wie ein 5-Jahres-Bond ~5,6 %.
- Aktionäre haben das Risiko einer Verwässerung von rd. 16 % und daher eines potentiellen Kursverlustes in derselben Höhe.
- Damit muss der Kurs nun um 16% niedriger sein, damit man für den Dollar im Angesicht der Wandelanleihe den gleichen Gegenwert bekommt.
- Somit läge der aktuelle Kurs ohne Wandelanleihe um rd. 16% höher = 22,90 x 1,16 = $26,56.
Per Share Daten im Zeitablauf
Investment Income — kontinuierlicher Aufbau, jetzt Normalisierung
$3,10 (2019) → $4,37 (2024, Peak) → $4,06 (2026). Der Rückgang seit dem Peak (−7%) spiegelt den sinkenden Portfolio-Yield wider, den wir bereits identifiziert hatten (13,5% → 10,8% durch Fed-Zinssenkungen) — trotz wachsendem Portfolio sinkt der Ertrag pro Aktie, da Verwässerung (+14% Aktien in FY26) das Wachstum des Gesamtportfolios pro Aktie auffrisst.
Net Investment Income (NII) — der zentrale Wert
$1,42 (2019) → $2,70 (2024, Peak) → $2,37 (2026). Operating Expenses sind über die ganze Periode bemerkenswert stabil (−$1,62 bis −$1,78), was zeigt: Der NII-Rückgang seit 2024 kommt ausschließlich vom sinkenden Investment Income, nicht von steigenden Kosten. Das bestätigt die intern verwaltete Kostenstruktur als stabilen Anker — die Operating-Expense-Linie bewegt sich seit 8 Jahren in einer engen Bandbreite von $1,62-1,78, trotz Portfoliovervierfachung.
Net Realized Gains — die Trendwende in 2026
Dies ist die auffälligste Zeile: $1,24 (2019) → fällt kontinuierlich → −$1,03 (2025, Tiefpunkt) → +$0,10 (2026). Drei Jahre in Folge negativ (2023: −$0,57, 2024: −$0,98, 2025: −$1,03), dann erste positive Zahl seit 2022. Das bestätigt exakt das Muster aus der vorherigen Cash-Flow- und Realized-Gains-Analyse: 2026 sollte die Bodenbildung bei den Kreditverlusten markieren.
Total Increase from Investment Operations — volatil, aber 2026 solide
$1,98 (2026) liegt über dem 8-Jahres-Durchschnitt (~$1,65) und ist der dritthöchste Wert der Historie nach 2021 ($2,67) und 2024 ($2,05). Trotz sinkendem NII kompensiert die Verbesserung bei realisierten/unrealisierten Gewinnen (−$0,45 unrealisiert, aber +$0,10 realisiert vs. −$1,03 im Vorjahr — eine Verbesserung von $1,13/Aktie bei den realisierten Gewinnen alleine).
Accretive Effect of Share Issuances — der NAV-Stabilisator
Diese Zeile ist der Schlüssel zum Verständnis, wie CSWC trotz massiver Verwässerung den NAV stabil halten konnte: $0,06 (2019) → Peak $1,45 (2022) → $0,57 (2026). Jede Aktienemission über NAV (138% in 2026) erzeugt einen NAV-Zuwachs pro bestehender Aktie — das ist mathematisch der „Verdünnungseffekt in umgekehrter Richtung“. 2022 war mit $1,45/Aktie der stärkste Beitrag — passend zum damaligen Price/NAV von 1,41x bei sehr hohem Emissionsvolumen.
Dividende — strukturell nicht durch NII allein gedeckt, aber durch Total Return
Dividenden: $2,27 (2019) → $2,56 (2026), stetig steigend. Der entscheidende Vergleich:
| Jahr | NII | Divid ende | NII-Coverage | Total Increase from Ops | Gesamt deckung |
|---|---|---|---|---|---|
| 2024 | 2,70 | 2,47 | 109% | 2,05 | 83% |
| 2025 | 2,46 | 2,54 | 97% | 1,47 | 58% |
| 2026 | 2,37 | 2,56 | 93% | 1,98 | 77% |
Die NII-Coverage ist 2026 auf 93% gefallen — das ist der niedrigste Wert seit mindestens 2019 und bestätigt, dass die reguläre Dividende ($2,32 laut früherer Analyse) knapper durch NII gedeckt ist als noch 2024. Das UTI/Spillover von $1,07/Aktie (aus der Q4-Highlights-Folie) ist hier der entscheidende Puffer — ohne ihn wäre die Coverage-Situation 2026 bereits ein Warnsignal.
NAV-Entwicklung — fast perfekte Stabilität
(Decrease)/Increase in NAV: 2026 = −$0,01 — praktisch NAV-neutral. Das ist das Ergebnis eines fast perfekten Gegeneinanderwirkens: Total Increase from Ops (+$1,98) + Accretive Effect (+$0,57) = +$2,55, vs. Dividende (−$2,56) + sonstige Posten (−$0,10 −$0,04 +$0,08 = −$0,06) = −$2,62. Differenz: −$0,01 — exakt der ausgewiesene NAV-Rückgang von $16,70 auf $16,69.
2020 als historischer Ausreißer — zur Einordnung
Der dramatische NAV-Rückgang 2020 (−$3,49/Aktie, −18,7%) war die COVID-Schockwelle: Net unrealized depreciation von −$5,16/Aktie — der mit Abstand größte Einzelposten der gesamten Tabelle. Das zeigt das Tail-Risk-Profil eines Lower-Middle-Market-BDC in echten Krisen, im Vergleich zur relativen Stabilität 2026.
Gesamtfazit — die Geschichte in drei Sätzen
Erstens: Operating Expenses sind über 8 Jahre bemerkenswert stabil — der strukturelle Vorteil der internen Verwaltung bestätigt sich auf Pro-Aktie-Basis. Zweitens: 2026 markiert die Bodenbildung bei realisierten Verlusten (+$0,10 nach drei Verlustjahren), während NII gleichzeitig sein zyklisches Hoch von 2024 verlässt — ein Kreuzungspunkt zwei gegenläufiger Trends. Drittens: Die NAV-Stabilität bei $16,69 trotz NII-Coverage von nur 93% zeigt, dass CSWC den Spagat zwischen Wachstum (über-NAV-Emissionen), Kreditqualität (Verlustnormalisierung) und Aktionärsrendite (steigende Dividende) bislang erfolgreich balanciert — aber die Margen für Fehler werden 2026 enger als 2023/2024.
Kennzahlen im Zeitablauf
Die ROE-Dekomposition (Zeilen 1-8) — der Kern der Tabelle
Diese Struktur zerlegt die Eigenkapitalrendite in ihre Treiber: Net Asset Yield × Leverage Multiplier = Return on Equity, abzüglich der Leverage Burden.
Gross Asset Yield (Zeile 1): Peak 2024 mit 13,3%, dann Rückgang auf 12,0% (2026) — bestätigt erneut den sinkenden Portfolio-Yield-Trend, den wir mehrfach gesehen haben.
Cost of Operations (Zeile 2): Kontinuierlicher Rückgang von 3,0% (2020) auf 1,5% (2026) — das ist der Skaleneffekt der internen Verwaltung in Reinform. Bei verdreifachtem Portfolio sinkt die relative Kostenbelastung um die Hälfte. Das ist der stärkste strukturelle Pluspunkt in der gesamten Tabelle.
Net Asset Yield (Zeile 3): 8,6% → Peak 11,5% (2024) → 10,5% (2026). Trotz sinkendem Gross Yield bleibt der Net Yield 2026 (10,5%) deutlich über dem Niveau von 2020-2022 (7,8-8,6%) — die Kosteneffizienz kompensiert einen Teil des Yield-Rückgangs.
Die Leverage-Seite (Zeilen 4-7)
Leverage Ratio (Zeile 4): Stabil um 55-58% — Liabilities/Assets. Das entspricht in etwa dem EK-Quote-Komplement (46% EK-Quote aus der Balance-Sheet-Analyse → 54% Liabilities, passt).
Cost of Funding (Zeile 5): 4,2% (2022, Tiefpunkt) → 6,2% (2026, Peak). Das ist die Kehrseite des Zinszyklus: Während der Portfolio-Yield bereits sinkt, steigt die Finanzierungskosten-Quote noch — eine Margin-Squeeze von beiden Seiten gleichzeitig. Das ist der wichtigste Risikopunkt in dieser Tabelle.
Leverage Burden (Zeile 6): 2,5% (2022) → 3,4% (2025/2026) — fast eine Verdoppelung. Multipliziert sich aus Zeile 4 × Zeile 5, zeigt den „Kostenanteil“ der Verschuldung am Asset-Ertrag.
Leverage Multiplier (Zeile 7): Stabil bei 2,0x — bestätigt, dass die Kapitalstruktur (Debt/Equity ~0,9-1,0x → Assets/Equity ~2,0x) über die Jahre konsistent gehalten wurde.
Return on Equity (Zeile 8) — die Zielgröße
10,1% (2020) → Peak 16,5% (2024) → 14,4% (2026). Der ROE-Rückgang von 2024 auf 2026 (−2,1 Prozentpunkte) erklärt sich vollständig durch: Net Asset Yield −1,0pp und Leverage Burden +0,2pp, multipliziert mit konstantem Leverage-Multiplikator 2,0x. 14,4% ROE ist immer noch ein starker Wert für einen konservativ geführten BDC — über dem historischen Durchschnitt der ersten 4 Jahre (10,1-13,7%).
Dividend Payout & Yield (Zeilen 9-11)
Payout Ratio (Zeile 9): 109% (2026) — bestätigt aus der vorherigen Analyse (NII-Coverage 93% = Payout 107-109%, je nach Rundung). Das ist über 100%, aber innerhalb der historischen Normalität — 2020 lag sie sogar bei 178% (COVID-Jahr mit Sonderdividenden aus Spillover-Abbau) und 2022 bei 137%. Der Spillover-Puffer ($1,07/Aktie) ist dafür da, genau solche Phasen zu überbrücken.
Price/Book (Zeile 10): 1,33x (2026) — wie bereits bekannt, historisch fair.
Dividend Yield (Zeile 11): Die Formel (8×9)/10 ist eine elegante Identität: ROE × Payout / P/B = Dividend Yield auf Marktwert. 11,7% (2026) ist der zweithöchste Wert nach dem COVID-Ausreißer 2020 (23,9%, getrieben durch den damals extrem niedrigen P/B von 0,75x).
Die unteren 6 Zeilen wiederholen größtenteils Zeile 1, 2, 5 — aber zwei neue Kennzahlen sind bedeutsam:
NII per share / Price per share (=NII Yield auf Marktpreis): 11,2% (2026) — das ist die „Earnings Yield“ aus Aktionärssicht, vergleichbar mit einem inversen P/E. Bei P/E-Äquivalent würde das einem KGV von ~8,9x entsprechen — sehr günstig im Vergleich zu praktisch jedem anderen Sektor.
NII in % des Investments: 7,0% (2026), Peak 8,2% (2024) — das ist im Wesentlichen die NII-Marge auf das durchschnittliche Portfolio, eine Bestätigung der Asset-Yield-Kompression.
Zur Bewertung mit Fastgraphs
Für die Bewertung habe ich die operativen Earnings über seit 2018 herangezogen; eine Bewertung anhand des NAV´s ist mit Fastgraphs nicht möglich. daher verweise ich auf die obigen Auswertungen.
Vergleicht man die Bewertung mit Fastgraphs, so wäre CSWC ja fast ein Value Schnäppchen, auch wenn die Prognose für das EPS für 2026/2027/2028 eher ein Null Wachstum vorsehen und deshalb auch die CSWC nur ein Dividendenplay sein kann.
Für eine Kaufentscheidung ist für mich aber die Kennzahl Price/NAV die geeignetere und ich werde mich daher auch an dieser orientieren.
Zur Sicht des Managements
Zusammenfassung: Earnings Call Insights – Capital Southwest (CSWC) Q4 FY2026
Management-Sicht
Sarner bezeichnete 2026 als herausragendes Jahr und verwies auf das Portfoliowachstum um 300 Mio. USD (+17%) auf 2,1 Mrd. USD sowie auf gestiegene Anlageerträge um 28 Mio. USD (+14%) auf 232 Mio. USD. Der NAV pro Aktie blieb mit 16,69 USD nahezu stabil gegenüber 16,70 USD im Vorjahr.
Zur Kreditqualität betonte er die anhaltende Stärke des Portfolios: Nonaccruals sanken von 1,7% auf 1,1%, und bei sieben Watchlist-Unternehmen zeigten sich Verbesserungen, zwei wurden von der Liste genommen.
Bei Eigenkapital und steuerpflichtigem Einkommen verwies er auf nicht realisierte Wertsteigerungen von 37,8 Mio. USD (0,62 USD/Aktie) sowie ein UTI (undistributed taxable income) von 1,07 USD pro Aktie als Zeichen von Stärke.
Zur Finanzierung und dem Trinity-JV nannte er neue Fremdkapitalzusagen von über 465 Mio. USD und über 160 Mio. USD aus dem ATM-Aktienprogramm. Die neue 150-Mio.-USD-Kreditfazilität für das Joint Venture soll bei vollständiger Auslastung Renditen von 13-14% erbringen.
CFO Rehberger bezifferte das Pretax Net Investment Income auf 35,2 Mio. USD (0,59 USD/Aktie) und erklärte den Rückgang der Gesamterträge von 61,4 auf 57,8 Mio. USD vor allem mit einem 35-Basispunkte-Rückgang des SOFR.
Ausblick
Für das Juniquartal 2026 bestätigte der Vorstand die Dividende von insgesamt 0,64 USD/Aktie (0,58 USD regulär + 0,06 USD Zusatzdividende). Die Kompensationskosten sollen künftig bei rund 5,5 Mio. USD pro Quartal liegen. Beim JV-Ramp-up rechnet man mit 18-24 Monaten bis zur vollen Kapazität, mit vierteljährlichen Neuinvestitionen von 30-40 Mio. USD; bereits in 6 Monaten sollen zweistellige Renditen (ca. 11%) erreicht werden.
Finanzergebnisse
NAV pro Aktie sank leicht von 16,75 auf 16,69 USD. Über das ATM-Programm wurden 25 Mio. USD zu durchschnittlich 23,13 USD (138% des NAV) eingenommen. Die Liquidität betrug ca. 394 Mio. USD an Barmitteln/ungenutzten Kreditlinien plus 42 Mio. USD an SBA-Mitteln. Der regulatorische Verschuldungsgrad lag bei 0,9:1.
Q&A – Kernpunkte
- Zwick (Lucid) fragte nach den Ursachen der unrealisierten Abschreibungen im Kreditportfolio; Sarner führte dies primär auf eine einzelne Watchlist-Position sowie gesunkene Marktmultiplikatoren zurück.
- Zur Nachhaltigkeit gestiegener Dividendenerträge zeigte sich Sarner zuversichtlich für die kommenden Quartale.
- Zur geringen Software-Exposure erklärten Sarner und CIO Weinstein, dass solche Unternehmen meist zu groß/venture-orientiert seien und nicht zum cashflow-basierten Lending-Ansatz passten.
- Dodd (Raymond James) fragte nach der niedrigen operativen Kostenquote im Q4; Rehberger verwies auf Anpassungen beim Bonuspool und nannte 5,5 Mio. USD/Quartal als künftige Richtgröße.
- Zur Monetarisierung von Eigenkapitalgewinnen nannte Sarner zwei mögliche Exits, darunter einen IPO-Prozess, mit hoher Zuversicht auf Realisierung.
- Adams (B. Riley) fragte nach Personalwachstum; die Mitarbeiterzahl stieg von 27 auf 36 (bald 43), die jährlich geprüften Deals von 800 auf rund 1.400.
Stimmungsanalyse
Die Analysten zeigten sich neutral bis leicht skeptisch und fragten kritisch zu Bewertungsanpassungen, Nachhaltigkeit der Dividendenerträge und dem Monetarisierungspfad. Das Management trat zuversichtlich auf, räumte aber den Druck durch sinkende Marktmultiplikatoren ein.
Quartalsvergleich
Die Dividende blieb gegenüber dem Vorquartal unverändert bei 0,64 USD. Das Pretax NII sank leicht von 0,60 auf 0,59 USD/Aktie, die Gesamterträge von 61,4 auf 57,8 Mio. USD. Die Asset-Qualität verbesserte sich (Nonaccruals von 1,5% auf 1,1%), während der NAV leicht von 16,75 auf 16,69 USD sank. Das JV entwickelte sich von der reinen Ankündigung zu konkreten Ramp-up-Zahlen.
Risiken
Genannt wurden: moderater Rückgang der Abschlussquote auf 1,5% durch Preisdisziplin, generell engeres Pricing bei hochwertigen Deals, Bewertungsrisiken durch Multiplikator-Rückgänge sowie Zinssensitivität durch sinkenden SOFR.
Fazit
Das Management positionierte FY2026 als Jahr mit skaliertem Portfoliowachstum, stabilem NAV und verbesserten Nonaccruals. UTI und nicht realisierte Eigenkapitalgewinne sollen künftige Zusatzdividenden stützen. Für das JV wurden konkrete Ziele genannt: 30-40 Mio. USD vierteljährliche Neuinvestitionen, zweistellige Renditen binnen ca. 6 Monaten und 13-14% Rendite nach voller Auslastung (18-24 Monate).
Meine Investmentthese
CSWC ist ein interessantes Unternehmen, welches sich in einer Wachstumsbranche mit guten Wachstumsaussichten befindet. Das Managementteam arbeitet sehr umsichtig und versucht das Risiko niedrig zu halten. Die erzielten Margen sind im Zielkorridor und führen zu einem stetigen, gut planbaren Einkommensstrom aus Zinsen und Dividenden.
Die Unwägbarkeiten des Marktes schlagen v.a. auf die Unternehmen, in denen investiert wird, durch und können zu Bewertungsabschlägen führen, die zu einem Quartals- bzw. Jahresverlust führen können.
Die entscheidende Bewertungskenngröße für mich ist das Kurs/Buchwertverhältnis (Kurs / NAV per share), da hier die Entwicklung des Eigenkapitals/NAV und der Aktienanzahl zusammengeführt wird. CSWC ist hinsichtlich dieser Kennzahl im Konkurrenzvergleich immer im oberen Drittel zu finden.
Als Dividendenzahler ist CSWC in der Basis zuverlässig, positive Überraschungen dürften aber eher weniger werden, da die Hauptquelle, die Veräußerung von Beteiligungen, prozentuell abgenommen hat. Aus den Zinserträgen selbst werden sich diese Überraschungen nicht ergeben. Die negativen Überraschungen hat CSWC bisher immer mit dem Eigenkapital / NAV abgefangen. Hier besteht für den Kenner wahrscheinlich auch der günstigste Einstiegszeitpunkt, wenn es zu einer nicht realisierten Abwertung kommen sollte.
PROBLEM/RISIKO – Aus meiner Sicht geben die aktuellen Zahlen nicht unbedingt wieder, wie die Normaldividende in Höhe von 58 Mio „sicher “ gezahlt werden sollen. Allerdings kann CSWC bei Bedarf Finanzierungen mit Gewinn abschichten. Hier liegt somit noch Potential, das ich höher bewerte als das Risiko einer geringeren Dividende. Jedenfalls wurde im EarningsCall Q4 23 klar die Dividendenpolitik erläutert und das Management stellt klar, dass die Basisdividende auf jeden Fall gesichert sei.
CSWC ist lt. Peter Lynch ein fast grower; die Strategie daraus lautet, hier zu kaufen, solange das Wachstum noch anhält. Ich setzte daher nun darauf, dass dieses qualitativ gut geführte Unternehmen sein Wachstum fortsetzt und die hohe „Normal“-Dividende weiterhin zahlen kann.
Dazu nutze ich den UTI Indikator, der in jedem Quartalsreporting angegeben wird.
Unterm Strich ist CSWC für mich ein Dividendenzahler, der auch in Zukunft abliefern wird. Solange die Rendite bei 10% ++ ist, bleibe ich der Aktie treu. Kurswachstum erwarte ich mir nur in einem sehr kleinen Umfang.
ACHTUNG – Das Damoklesschwert der Wandelanleihe schwebt über dem Kursverlauf. Sollte der Kurs über $25 gehen, können die Inhaber der Wandelanleihe die Umwandlung in Aktien verlangen. CSWC kann aber im Rahmen der normalen Bedingungen jederzeit Aktien im ATM Verfahren usw. begeben.
Kaufen – Halten – Verkaufen
Nach den diversen Analysen habe ich jeweils Aktien nachgekauft, wenn die Kurs/NAV ratio günstig war; bei den letzten zwei Käufen war aber die Dividendengier eher ausschlaggebend.
Kauf 1: Anfang September – Kurs bei $ 18,98, Kauf 50 Stk (Price/NAV Ratio 1,11)
Kauf 2: Mitte Oktober – Kurs bei $ 16,96, Kauf 100 Stk (Price/NAV Ratio 1,03)
Kauf 3; Mitte Dezember – Kurs bei $17,01, Kauf 100 Stk (Price/NAV Ratio 1,05)
Kauf 4; Mitte März 23 – Kurs bei $17,20, Kauf 40 Stk (Price/NAV Ratio 1,05)
Kauf 5; Mitte August 23 – Kurs bei $21,86, Kauf 20 Stk (Price/NAV Ratio 1,33)
Kauf 6; Mitte Sept 23 – Kurs bei $22,20 Kauf 30 Stk (Price/NAV Ratio 1,35)
Kauf 7: Ende Okt 24 – Kurs bei $24,58 Kauf 20 Stk (Price/NAV Ratio 1,52) WV Dividende
Kauf 8/9/10 : April bis Juni 25 – Kauf Zollschock 100 Stk unter $20. (Price/NAV Ratio 1,20)
Somit halte ich nun 1000 Aktien zu $ 21,49; bei einer Normaldividende von $ 2,32 ergibt das eine DivRendite von 10,8%. Wenn ich noch die supplemental dividend mit 24 cent dazurechne, liegt die Dividende bei $ 2,56 und mein YoC bei 11,9%. Das kann sich sehen lassen 🕺 🕺 🕺
Meine Position ist somit eigentlich voll, aber ich habe vor, die Dividenden hier zu reinvestieren, wenn das Kurs/NAV Verhältnis relativ vernünftig ist. Das wäre bei mir bei einem 1,25x NAV gegeben – Kurs bei $ 21
Als Alternative kann ich mir auch vorstellen, nun Puts auf einen Kurs von $20 bis $21 zu schreiben. Da wird man zumindest fürs Warten auf den Einstiegskurs belohnt.
ACHTUNG – bei sinkenden Zinsen wird der NII pro Aktie in Mitleidenschaft gezogen. Daher ist ein sinkender Aktienkurs möglich. Für mich wäre das unter $20 eine Nachkaufgelegenheit